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Predigt über Joh 21,1-14

(gehalten am 11. April 2021, in der Friedenskirche Starnberg)

Liebe Gemeinde,

Ostern ist ganz handfest und keineswegs trocken im Mund: Es gibt zu normalen Zeiten nach dem Gottesdienst und allen gefundenen Osterleckereien – hinter Krokant-Eiern war ich dieses Jahr besonders her – ein ausführliches Frühstück mit dem ersten Schinken nach dem Fasten, genug Ostereiern zum kämpferischen Test welche Schale härter ist, dazu ganz frisches Osterbrot (für mich bitte ohne Rosinen) und in meinem Osterhaushalt – stets am Karfreitag gebacken – ein schokoliertes Osterlamm aus Nusskuchenvollkorn. In diesem Jahr habe ich dem Enkelkind noch einen gebackenen Osterhasen mitgebracht, damit gleich eine Tradition beginnt. Ostern möge es wieder üppig werde war der Wunsch vieler, lange genug haben wir verzichtet.

Auf die in Sachen Nachfolge durch den Karfreitag beschäftigungslos gewordene Elf (zwölf minus Judas) beginnt mit Ostern hingegen wieder die normale Arbeit daheim, Brot und Fisch. Natürlich sind Frühstück, Arbeit, Brot und Fisch allesamt existenziell für uns Menschen. Damals anders als heute, aber auch damals wie heute. Nichts davon ist selbstverständlich, Frühstück nicht, Arbeit, Brot und Fisch nicht. Leider erleben manche Kinder nicht immer die Selbstverständlichkeit, nach einem Frühstück zur Schule zu gehen und das Pausenbrot dabeizuhaben. Es ist ebenfalls nicht überall selbstverständlich, dass die tägliche Arbeit im Brotberuf eines Menschen genug zum Leben der Familie für den ganzen Monat einbringt. Wie oft werde ich angerufen, immer von den Frauen, die eine Unterstützung brauchen und sich zu fragen trauen. Und solange in der Gemeindekasse dafür Geld ist, gebe ich gerne. Und danach eben aus meinem Geldbeutel, der dadurch nicht leer wird. Wer gerne gibt, bekommt auch wieder genug.

Fischer am SeeAuch für die Jesusfreunde – Nachfolger, Schüler, Jünger mag ich sie derzeit nicht nennen – ist ihre Arbeit noch nicht wieder selbstverständlich. Zwar haben sie die Botschaft gehört, dass Jesus auferstanden ist, aber sie wissen vermutlich schlicht nicht, was das für sie bedeuten soll. So sind sie wieder nach Hause gelaufen und erst einmal das wieder geworden, was sie präjesuanisch waren: Fischer am See, so als wäre ihr Leben wieder selbstverständlich. Aber auch mitten in ihrem altneuen Alltag kommen sie mit Ostern in Kontakt, stellt sich Jesus in den Weg.

Danach offenbarte sich Jesus abermals den Jüngern am See von Tiberias.
Er offenbarte sich aber so: Es waren beieinander Simon Petrus und Thomas, der Zwilling genannt wird, und Nathanael aus Kana in Galiläa und die Söhne des Zebedäus und zwei andere seiner Jünger. Spricht Simon Petrus zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sprechen zu ihm: Wir kommen mit dir. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot, und in dieser Nacht fingen sie nichts. Als es aber schon Morgen war, stand Jesus am Ufer, aber die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sprach zu ihnen: Werft das Netz aus zur Rechten des Bootes, so werdet ihr finden. Da warfen sie es aus und konnten’s nicht mehr ziehen wegen der Menge der Fische. Da spricht der Jünger, den Jesus lieb hatte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte: »Es ist der Herr«, da gürtete er sich das Obergewand um, denn er war nackt, und warf sich in den See. Die andern Jünger aber kamen mit dem Boot, denn sie waren nicht fern vom Land, nur etwa zweihundert Ellen, und zogen das Netz mit den Fischen. Als sie nun an Land stiegen, sahen sie ein Kohlenfeuer am Boden und Fisch darauf und Brot. Spricht Jesus zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt! Simon Petrus stieg herauf und zog das Netz an Land, voll großer Fische, hundertdreiundfünfzig. Und obwohl es so viele waren, zerriss doch das Netz nicht. Spricht Jesus zu ihnen: Kommt und haltet das Mahl! Niemand aber unter den Jüngern wagte, ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten: Es ist der Herr. Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt’s ihnen, desgleichen auch den Fisch.

Das ist nun das dritte Mal, dass sich Jesus den Jüngern offenbarte, nachdem er von den Toten auferstanden war.

Wäre heute nicht der achte und ursprünglich letzte Tag der Osterfestwoche, man würde sagen, es geht also darum, dass die Fischer die ganze Nacht auf dem See gearbeitet haben und nun kommen sie mit einem leeren Boot heim. Und dann würde man weiterpredigen mit Worten wie diesen: andere kriegen heutzutage 2,50 Euro für zwölf Stunden Handyzusammenbauen, Turnschuhnähen oder Bananenpflücken. Arbeit haben ist schon einmal das erste. Arbeit haben und davon leben können, das kommt noch dazu. Das wissen alle, die schon einmal vor der Frage standen, wie das Geld eigentlich reichen soll, das man zur Verfügung hat.

So zu predigen ist nicht meine Art, alleine schon wegen Ostern nicht. Und so zu räsonieren ist zugleich normalerweise nicht unsere Herausforderung, wir haben einen Brotarbeit und unser Auskommen, zum Glück auch im Alter, weil wir vorgesorgt haben oder so viel Verdienst hatten, dass es mehr als gut reicht. Und um die unter uns, die mehr brauchen, als sie haben, kümmern sich die guten Menschen unserer Stadt, Gott sei Dank, bei der Tafel oder durch Geldspenden oder in der Seelsorge am Krankenbett. So weiterzumachen als ob es Ostern nicht gegeben hätte, passt zudem absolut nicht in die Zeit, die an Ostern begonnen hat. Es ist ja die Zeit der weggewälzten Steine, wie schwer auch immer sie auf uns lasteten!

Wenn Petrus im Osterevangelium sein "ich bin dann mal fischen" schnoddert, eine Handvoll seiner Kollegen mitkommt, geht es um mehr als Normalität nach der Karfreitagskatastrophe. Narrativ betrachtet stimmt es natürlich, von irgendetwas müssen sie leben auch nach Ostern, nachdem sie mit hängenden Ohren aus Jerusalem zurückgetrottet sind in die galiläische Heimat. Viele Ostergeschichten erzählen davon, dass Jesus den Jüngern in Jerusalem erscheint. Unsere Geschichte weiß davon und ordnet sich in die Reihe mit Platzziffer 3 ein (Joh 21,14). Ich denke, es geht den Jüngern so wie uns derzeit: Ostern war, aber die Konsequenzen dessen sind noch nicht klar. Uns ja auch nicht, jetzt o Ostern schon wieder eine Woche her ist. Die Jünger sind zurück in ihrer vorjesuanischen Normalität, sind wieder Fischerlein am See. Wir waren weiterhin auf ein Ende einer Pandemie, die sich wie eine Schlange windet und gegen unsere Hoffnung aufbäumt und sich stetig einbildet, uns doch noch verschlingen zu können.

Simon Petrus (so nennt ihn das vierte Evangelium markant mit beiden Namen: Simon "Fels") hat Familie in Kapernaum, Frau und Schwiegermutter gibt es, von denen wurden schon früher Geschichten erzählt. Dazu zählen vermutlich weitere hungrige Mäuler, die auf Essen warten. Petrus und die Kollegen bilden eine kleine Genossenschaft auf Zeit, vielleicht auch nur, um ein Boot zu betreiben oder den gemieteten Fischerkahn zu unterhalten, den sie für den Job brauchen, um sich das Fischen leisten zu können. Da ist es durchaus ein herber Verlust, wenn die Arbeit einer ganzen Nacht für alle umsonst wäre – am Tag lässt sich kaum sinnvoll hinausfahren, der Fang in den Netzen ist tagsüber erfahrungsgemäß klein, die Fische wandern tagsüber in tiefere Wasserschichten unter die von der Sonnenhitze erwärmten ab, so begründet kann man das anderswo konstatierte Zögern (Lk 5,5a) des Petrus begreifen und in den Fachbüchern über das Handwerk in Israel nachlesen.

Wer nachts nicht rausfährt oder bis zum Morgen nichts einnetzt: Pech gehabt. Für arme Menschen wäre das eine Katastrophe, die das ohnehin knappe Überlebens-Budget ins Wanken bringen kann. Nach ihrer durchaus frustrierenden Nacht empfängt die auch darin noch desillusionierten Männer eine blöde Frage: "Kinder, habt ihr nichts zu essen?" Sieht man doch, kein Fisch, also auch kein Brot! Aber sie lassen sich noch einmal herausschicken, mitten im Hellen, von einem Unbekannten, der scheinbar herumlungert und den sie nicht kennen oder gar erkennen. Nochmal raus? Reichlich hundert Meter, und weiter rechts. Sie werden die Netze erneut auswerfen, die eigentlich jetzt erst einmal gepflegt und geflickt gehören.

Und dann machen die Fische die Story zur zappeligen Ostergeschichte. Das Wunder geschieht. Das Netz füllt sich prall mit großen aquatisch lebenden Wirbeltieren mit Kiemen, als hätten die nur darauf gewartet, eingefangen zu werden, fast von selbst hüpfen sie ins Schleppnetz. Es wird Ostern, das Wunder geschieht, nur die Jünger merken es immer noch nicht. So wie wir manchmal, wenn wir das erlösende Kreuz vor lauter Wäldern nicht sehen, das leere Grab nicht wegen all der Steine auf dem Weg vor uns. Kann das sein, dass man Ostern verpasst?
Das ist endlich mal ein Tagwerk, das sich lohnt. Am Ufer brennt ein Feuer. Der Unbekannte, der unerkannte Auftraggeber erwartet sie und hat ihnen gar ein schnelles Frühstück vorbereitet. Irgendwoher hat er selbst schon Brot und andere Fische aufgetrieben, auch wenn es dann doch nicht für alle reicht. Man nimmt noch ein paar von den frisch gefangenen dazu. Und dann beginnt es den Männern doch so langsam zu dämmern. Wer ist das? Jesus?

Könnte das Jesus sein? Auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus haben sie ihn erkannt, da hat er ihnen an den bekannten Gesten wie beim Mahl gezeigt, wer er ist. Sie trauen sich nicht zu fragen. Die Szene ist so ähnlich wie vor Monaten, als sich unendlich viele Leute mit knurrendem Magen am Ufer drängten. Damals hatte ein einziges Kind etwas zu essen dabei, fünf Brote und zwei Fische. Für einen Einkauf hätte das eigens dafür gesammelte Geld nie und nimmer gereicht. Das Kind gab ab, die Jünger verteilten und alle haben Brot und Fische genug bekommen (Joh 6,1-13, Lk 5,4) und mehr als genug übrig gehabt.

Heute ist der See der Fischer und die Gegend der Brote und Fische in jedem normalen Urlaubsjahr ein Touristenmagnet. Schiffe schippern seelisch hungrige Schaulustige aus aller Welt über die selten stürmisch durch Wind sich türmenden Wellen, wie es das hochhaushohe Containerschiff "Ever Given" im Suezkanal im Windsturm aus der Fahrrinne wehte. Am Seeufer in Israel eilt Personal hin und her und beköstigt die Massen, die zu erleben hoffen, was Glaube bedeutet. Für besondere Gäste wird abends am Ufer gegrillt, Highlight in der Dunkelheit. Fast so wie damals, Jesus unterschiede sich wohl kaum von den dienstbaren Geistern, die das gutbetuchte Publikum dort bedienen. Jesus kellnert, schürt Feuer am Strand, brät Fisch und röstet Brot. Er schlüpft in die Rolle der damaligen Frau, die fürs Essen zuständig ist. Jesus macht Frühstück. Auch deshalb fragen sich die Jünger: Ist es Jesus? Kann das sein? Was macht er da?

Ostern ist eine Sehhilfe, die uns neu aufstellt und die innere Schwungfeder neu aufzieht. Wir bekommen es auf die Augen, wie wir dem Auferstandenen am besten begegnen, damit wir wieder mutig loslaufen, aber nun dem Leben nicht länger hinterherrennen, sondern mit der Auferstehung zum Leben jesusmäßig mithalten. Der auferstandene Herr zeigt sich den Seinen, Frauen und Männern und Kindern, in verschiedener Gestalt. Jesus wird für den Gärtner gehalten, sieht aus wie ein begleitender Etappenwanderer, erscheint als Verwundeter mit Narben und Folterspuren. Jesus tritt vor allem auf als Hungriger, Durstiger, Nackter, Kranker, Fremder, Gefangener (Mt 25), und daran will er erkannt werden. Der Apostel Paulus gar erlebt den österlichen (!) Herrn in Philippi – schon in Europa – als Gefängnisbandebrecher (Act 16,25-34).
Jesus, die österliche Wechselgestalt, Fleisch und Blut sind an ihm sichtbar wie noch nie. Aber auch seine Gottheit scheint jetzt schon wieder durch. Darum erkennt man ihn ja auch nicht gleich. Immer wundern sich die Jünger über diese Begegnung, meistens fürchten sie sich. Aber jedes Mal verändert sich etwas für sie, weil Jesus ihnen begegnet und sie in ein neues Leben ruft, wie Gott ihn ins Leben rief. Deshalb kehren die Jünger dann um. Verlieren ihre Angst. Begreifen Zusammenhänge. Beginnen zu reden. Kommen in Bewegung. Wachsen über sich hinaus. Werden gewiss. Glauben.

Die Jünger glauben nicht gleich beim ersten Mal, aber vielleicht beim zweiten, oder beim Dritten, jetzt am See beim Fischen. Oder zum x-ten Mal, sooft wir jetzt schon Ostern erlebt haben, dieses Jahr wieder anders. Was sich gleich bleibt, ist nur eines: der Osterjesus ist ein mächtiger Motivator, ein kluger Bestärker, ein mitreißender Geist, ein göttlicher Herold. Und er will auch uns begeistern fürs Leben. So sollen wir umkehren aus der Angst. Rauskommen aus unserem verschlossenen Alltag. Her mit uns in die Welt, die den Sieg des Lebens noch nicht glauben will, den sie an einen Impfstoff knüpft. Sein Wappen ist die Siegesfahne, die er schwingt als ein Held und aus der Hölle alle seligen Toten mitbringt. Sein Wappenschild ist das leere Grab mit dem Stein. Tatsächlich hat Ostern, hat die Auferstehung, hat unsere Zukunft so viele Gesichter, wie wir viele Gesichter haben und in verschiedenen Situationen stecken.

In einer Verfilmung (2005) des Buches ‚Pride and prejudice‘ (1813), deutsch als "Stolz und Vorurteil", der britischen Schriftstellerin Jane Austen – es geht darum, dass wir Menschen uns einfach nicht nach unserem vermeintlichen Status in der Gesellschaft beurteilen sollen – finden die beiden Protagonisten sich nach vielen verbalen Duellen doch, weil sie sich gegenseitig auf den Weg gemacht haben, einander zu suchen. Vor dem Morgen, nach einer Nacht, in der beide nicht schlafen konnten, sind sie aufgebrochen, angetrieben vom Wunsch, dem liebsten Menschen nahe zu sein, den sie haben. Just als die Sonne aufgeht begegnen sie sich. Und werden einander im gleißenden Morgenlicht des Films (laut Regie so gar nicht geplant) zu Botschaftern der göttlichen Liebe in Menschengestalt, nach der sie sich mehr als alles sonst sehnen. Am Ende ist das ein Ostermorgenmoment, Lizzie Bennet und Fitzwilliam Darcy werden einander zu Christusbildern im Licht. Dass sie sich küssen, ist dann noch die schönste Nebensache der Welt, die so gut dazu passt wie das leere Grab zu Ostern.

Als wäre es ein Bild aus diesem Film haben der Landesbischof und der Landeskirchenrat – so etwas wie das bayerische evangelische Kirchenregiment – uns Pfarrerinnen und Pfarrern zu Ostern eine Grußkarte geschickt. Die Herren und Damen Bischof und Oberkirchenräte schreiben darin über unsere gemeinsame Situation von "zunehmender Erschöpfung der Menschen", auch von eigener Müdigkeit, von den menschlichen Begegnungen "wie wir das einfach brauchen". Und dann weisen sie darauf hin, dass an Ostern "im Feiern … im Licht des Morgens" die Osterbotschaft spürbar wird, die sich – so der Wunsch – in uns allen "zur hoffnungsvollen, kräftigenden Freude" auswachsen wolle … - auch das ein gutes, wärmendes, tragendes Bild für Ostern und ein Satz des Osterjesus, eine Botschaft der Bestärkung, wie ich es empfunden habe.

Es gibt noch weitere Bilder und Auslegungen dieser Botschaft von der Auferstehung, es gibt viele weitere Lebensbilder davon. Zum Beispiel die unserer Ostergeschichte aus dem letzten Kapitel des JohEv, in der ja in listenreicher Erzählmanier sogar offen gelassen wird, ob die Jünger Jesu jetzt doch erkannt haben und ihn nur noch nicht so anzureden wagen. "Es ist der Herr", dessen sind sie sich sicher! Für das vierte Evangelium braucht es den Zweifler Thomas, er alleine unter den Jüngern und überhaupt, der es dann ausspricht und vor Jesus bekennt: "mein Herr und mein Gott" (Joh 20,28). Thomas alleine spricht aus, was der Evangelist von uns allen ausgesprochen haben will. Gesagt haben, bekannt haben und mit dem Leben in Liebe bezeugt.

Die Jünger glauben nicht gleich beim ersten Mal, aber vielleicht beim zweiten, oder beim Dritten, jetzt am See beim Fischen und beim Essen. Oder beim x-ten Mal, sooft wir jetzt schon Ostern erlebt haben, dieses Jahr wieder anders. Ostern ist auch achte Tage danach noch eine Herausforderung. Aufstehen heißt es für uns alle, jede und jeder soll es auf seine und ihre Weise hinbekommen. Wir alle haben unsere Weise, das zu tun. Dir steht deine Verwandlung ins Haus, mir die meine. Ostern heißt, durch das eigene Erschrecken hindurch erkennen, dass es Jesus ist, der mit dem Frühstück am Ufer steht. Ostern heißt, hin rudern, anlanden, aussteigen, das Boot befestigen, dem Fischfang sichern und uns dann mit Hunger nach Brot und Fisch ans Feuer setzen und sich geben lassen, was wir zum Leben und zum Glauben brauchen.

Ostern bedeutet im abstraktesten Sinn, sich von Jesus mit dem Leben infizieren zu lassen, sich durch Jesus auf ein Leben in Ewigkeit impfen zu lassen, dadurch in Gottes Nähe zu gelangen, deshalb den Mundschutz abzulegen und auf den Zuruf "Jesus ist auferstanden" dann "er ist wahrhaftig auferstanden" zu antworten. Jesus ist auferstanden.
Er ist wahrhaftig auferstanden.


Amen.

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